Hände in die Höh’, es ist #femspirationfriday! Heute stelle ich euch wieder eine wundervolle Journalistin vor, die mit 23 Jahren (!) schon die Online-Redaktion der Wienerin leitet! Arnika Zinke hat eigentlich einen Background in Kunstgeschichte, kam aber übers Bloggen in den Journalismus, wo sie zum Glück geblieben ist, denn sie ist einer der besten “30 unter 30” des Landes.

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Arnikas Stationen auf dem Weg in den Journalismus
  • Arnika Zinke, 1995 in Wien geboren
  • Studierte Kunstgeschichte an der Uni Wien
  • Abgeschlossenes Bachelor Studium der Publizistik an der Uni Wien
  • früher Bloggerin und Style-Editor beim amerikanischen Magazin „Vrai“
  • seit 2015 bei WIENERIN Online tätig. Zuerst als Praktikantin, später Redakteurin, seit Oktober 2018 redaktionelle Leitung Online.
  • 2018 als eine der „30 unter 30“ von „der Journalist“ und im Rahmen des JoKo mit dem Medienlöwen als „beste Redaktion“ ausgezeichnet

    Arnika Zinke by Lydia stoeckl
Dein Rat für angehende JournalistInnen?

IMMER DRAN BLEIBEN. Der Journalismus ist kein einfaches Pflaster, aber wer dran bleibt, wird auch belohnt werden. Wenn es nicht gleich mit einer Anstellung klappt, andere Wege suchen, um gehört zu werden und sich journalistisch zu betätigen. Zum Beispiel einen eigenen Blog starten – ich habe mir durch meinen Blog sehr viel autodidaktisch angelernt.

Vieles davon ging über den Job einer Redakteurin hinaus. Da muss man sich ein Gesamtkonzept überlegen, Fotos machen bzw. kuratieren und sich mit technischen Feinheiten ständig auseinandersetzen. Das sind Skills, die mir später sehr geholfen haben. Und: Nimm alles an Weiterbildungen und Workshops an, das du kriegen kannst. In den Uni-Gruppen sind immer wieder kleine Fortbildungen ausgeschrieben – meistens sind diese auch absolut leistbar. Man lernt dort wirklich viel und kann Kontakte knüpfen, die einem im weiteren beruflichen Leben weiterhelfen können.

Was ich sagen noch sagen möchte: Lass dich nicht ausbeuten. Ich sehe so oft Aussschreibungen für „Artikel“, die mit 30€ vergütet werden oder für unbezahlte Praktika. Das ist Ausbeutung und sollte nicht unterstützt werden. Ich weiß wie wichtig Praxiserfahrung ist, aber wenn man solche Angebote annimmt, füttert man nur das System und das ist für keinen Journalisten/Journalistin gut.

Was ist dein Herzensprojekt?

Das Thema „Gewalt im Kreissaal“ hat sich bei mir in den letzten Monaten zum fortlaufenden Projekt entwickelt. Es ist erschütternd zu sehen, wie sehr dieses Thema vernachlässigt wurde und dass sich erst so wenige Medien damit beschäftigt waren. Ich habe im Zuge meiner Recherche mit einigen Frauen Kontakt gehabt und es  schmerzt zu sehen, welche psychischen Verletzungen hier durch Fehler und fehlende Empathie im System verursacht werden.

Auf welche Artikel bist du besonders stolz?

Interview mit EU-Parlamentarier Terry Reintke, das ich in Brüssel anlässlich des Frauentages führen durfte.

Mein erstes großes Mode-Feature im Print.

Mein Interview mit Hollywood-Star Michelle Williams war für mich auch eine ganz besondere Erfahrung.

Und natürlich alle Gewalt im Kreißsaal Artikel, die zum Teil mit Unterstützung meiner Online- und Print-Kolleginnen entstanden sind.

Ihr könnt Arnikas Arbeit auf wienerin.at und auf ihrem Twitter Account @Arnika_Z verfolgen.